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Leiter der
Selbsthilfegruppe: Andreas Müller
Rottluffer Straße 26
09116 Chemnitz
Tel.: 0371 909 66 83
andreas-mueller
[at] adhs-
selbsthilfegruppe-chemnitz.de
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AD(H)S:
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"Wir leben
alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben
Horizont."
(Konrad Adenauer, deutscher Bundeskanzler,
1876-1967)
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AD(H)S
Aufmerksamskeits - Defizit -
Hyperaktivitäts - Syndrom
Allgemeines
und Grundsätzliches! |
AD(H)S wird nach
heutigen Erkenntnissen über die Gene vererbt, ist also weder anerziehbar noch durch
Fehlernährung erwerbbar!
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Bei
ADHS handelt es sich - neben anderen Merkmalen - vordergründig um
eine spezielle Gehirnstoff- wechselvariante, welche von der nicht von
AD(H)S betroffener Menschen
nachhaltig abweicht.
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| Ebenfalls
nicht
unerheblich, aber zum Teil umstritten, weil (bisher?) nicht
gleichmäßig nachweißbar, werden im Zusammenhang mit
AD(H)S Abweichungen im allgemeinen Stoffwechsel gegenüber Menschen
ohne AD(H)S
festgestellt. |
| Auf
dem Gebiet von AD(H)S
wird gerade mal gute zwanzig
Jahre (ca. seit 1990) verstärkt geforscht, wobei sich
die Ergebnisse teilwise zu 100% entgegenstehen. Vieles ist hier im
Fluß. Sowohl auf den Gebieten der Forschung als auch in der
Gesellschaft allgemein ist die
Meinung ist zu und über AD(H)S mehr als gespalten. |
Wesentliche
Forschungsrichtungen und Herangehensweisen an AD(H)S
sind:
- über die evolutionäre Entwicklung
(Evolutionsforschung/Abstammungslehre/Genforschung)
- über die Gehirnfunktionen und den
Gehirnstoffwechsel (Gehirnforschung/Pharmazie)
- über die systematische Anwendung phsycholgischer, d.h.
wissenschaftlich fundierter Methoden
verbaler und nonverbaler
Kommunikation (Phsychologie/Phsychotherapie)
- über die Bildung und Erziehung
(Pädagogik)
Leider ist hier noch zu oft eine Parallelität statt einer
Kombination/eines Zusammenwirkens bei der Arbeit der
Forschungsdisziplinen vorhanden, was sich in den teilweise
widersprechenden Äußerungen zu AD(H)S widerspiegelt.
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Auch
bei der Eintufung als Krankheit oder als besondere
Persönlichkeitsvariante gehen die Meinungen sehr weit auseinander.
Notwendig ist die einstufung als Krankheit aber insbesondere aus
fiskalischer Hinsicht, nicht zuletzt um Forschung, Hilfe, Integration,
Medikamentierung und Therapie finanziell begründen und fassen zu
können.
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Die i.d.R. recht
zahlreich auftretenden Komorbitäten bei fehlender Integration,
falschem Reagieren und Wirken des Umfeldes und Fehlbeurteilungen der
Betroffenen sowie die immer größere Reizüberflutung und
der Zwang zur Kontinuität komplizieren die Problematik
zusätzlich und geben der Einstufung als Krankheit zumindest eine
weitere Berechtigung.
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| AD(H)S bedeutet jedoch nicht, dass man
nicht erfolgreich am Leben teilnehmen kann, man muss nur oft andere
Wege gehen, als nicht von AD(H)S Betroffene. Es Betroffenen mit AD(H)S
zu ermöglichen, diese Wege zu finden und sie beschreiten zu
können - dies sollte zunehmend in den Vordergrund der Forschung
rücken. Anpasung und "Gangbarmachen" ist keine wirkliche
Alternative für die Betroffenen. |
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