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Leiter der
Selbsthilfegruppe: Andreas Müller
Rottluffer Straße 26
09116 Chemnitz
Tel.: 0371 909 66 83
andreas-mueller
[at] adhs-
selbsthilfegruppe-chemnitz.de
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AD(H)S:
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"Wir leben
alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben
Horizont."
(Konrad Adenauer, deutscher Bundeskanzler,
1876-1967)
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AD(H)S
Gehirnfunktion
und
Gehirnstoffwechselprozesse! |
Gehirnstoffwechsel |
Die
Gehirnforschung hat festgestellt, daß bei
ADHS-Betroffenen der Gehirn-Stoffechsel anders abläuft, als bei
Menschen ohne AD(H)S. Dies gilt u.E. allgemein als bewiesen.
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Die
Neurotransmitter
(Botenstoffe) Dopamin, Serotonin und Noradrenalin spielen nach
wissenschaftlichen Erkenntnissen eine ausschlaggebende Rolle für
die unterschiedlichsten Funktionen unseres Gehirns:
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Noradrenalin ist zuständig
für die Aufmerksamkeit (u.a.) |
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Serotonin ist zuständig
für die Impulssteuerung
(u.a.) |
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Dopamin ist zuständig für
den Antrieb (u.a.) |
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In ihrer
Komplexität haben Neurotransmitter auch
Aufgaben,
welche sie nur gemeinsam erfüllen können. So sind:
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Noradrenalin und
Serotonin gemeinsam für Angst
und
Irritabilität verantwortlich |
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Serotonin und Dopamin gemeinsam
für Appetit, Sex und
Aggressionen verantwortlich |
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Dopamin und Noradrenalin gemeinsam
für die Motivation
verantwortlich |
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Die
genannten drei Neurotransmitter sind in ihrer Gesamtheit
zuständig für Stimmung, Emotion und Kognition.
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| Bei
Menschen mit AD(H)S ist dieses Zusammenspiel der Neurotransmitter je
nach
Ausprägung stärker oder weniger stark anders ausgeprägt,
als bei Menschen ohne AD(H)S. In der Folge sind auch für nicht von
AD(H)S-Betroffene als normal angesehene Lern-, Verhaltens- und
Lebensprozesse nicht auf die gleiche
Art oder nicht gleichermaßen gut übernehmbar. |
Gehirnwachstum |
Neuere
Forschungen haben bei Menschen mit AD(H)S ein
verzögertes Gehirnwachstum im Kindesalter festgestellt.
Demnach reifen viele Hirnregionen im Schnitt drei Jahre später als
bei Kindern ohne AD(H)S. Die für die Kontrolle der Aufmerksamkeit,
die Steuerung von Bewegungen und die Bewertung von
Sinneseindrücken
zuständigen Regionen sind hiervon besonders
betroffen. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die Entwicklung
lediglich verschoben, aber nicht
verändert sei.
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In Frage zu stellen ist u.E. allerdings
die Ansicht (oder Fehlinterpretationen) einiger Forscher (oder
Publizisten), dass mit der Ausreifung des Gehirns auch das AD(H)S bzw.
die
Probleme der Betroffenen sich "auszuwachsen" würden, zumal diese
Schlußfolgerung zu dem oben beschriebenen unterschiedlichen
Gehirnstoffwechsel im Widerspruch stehen wüde.
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